Grundkurs ausgebucht

Der Grundkurs ist thematisch verschiedenen Schulen systemischer Psychotherapie gewidmet und stellt diese entsprechend der Entwicklung im systemischen Arbeitsfeld vor. Hierbei ist besonders wichtig, dass die jeweiligen Kontextmarkierungen erkannt und geachtet werden und die Teilnehmer zunehmende Sicherheit in der Anwendung systemischer Methoden gewinnen. Auch die Vermittlung zugrundeliegender Theorien und das jeweilige Menschenbild sind ein zentraler Punkt der Ausbildung.

Ziel des Grundkurses ist die Vermittlung von Grundlagen systemischer Arbeit. Die Inhalte werden erarbeitet durch: Rollenspiele, Falldiskussionen, Kleingruppenarbeit, Videoanalysen.

GK-Seminar 1 (3-tägig):
Grundlagen der Systemischen Therapie
• Überblick über die wichtigsten Schulen der Familien- bzw. syst. Therapie
• systemische Grundannahmen
• Abgrenzung zu anderen Therapie-Verfahren
Kommunikationstherapie der Palo Alto Schule
• Interaktionstherapie, Bedeutung der pragmatischen Axiome
• Planung eines Erstinterviews
• Systemische Störungstheorie / Bedeutung des Kontextes von Verhalten

GK-Seminar 2 (3-tägig):
Die Welt im Kopf – kognitive Landkarten
Erkenntnistheorie:

• Humberto Maturana: Autopoiese
• Hermann Haken: Synergetik
Strukturelle Familientherapie (Minuchin) und
Direktive Therapie (Haley)

• handlungsorientierte Modelle von Therapie, aktive Therapiegestaltung
• familiäre Strukturen: Parentifizierung, Elternkind,...
• Organisationsformen von Systemen: Verstrickung und Loslösung
• Arbeit an dysfunktionalen Strukturen von Systemen
• spezielle Vorgehensweisen: Familienlunch, Helferkonferenz, Hausaufgaben,...
• Ordeal-Therapie, hypnotherapeutische Elemente: pacing and leading

GK-Seminar 3 (3-tägig):
Ressourcenorientierte Selbsterfahrung
• Selbsterfahrung mit kreativen Materialen
• nonverbale und bildhafte Selbsterfahrungsmethoden
• kunsttherapeutische Ansätze der Selbsterfahrung
• biographische Verfahren am Beispiel der Herkunftsfamilie
• die Biographie im Kontext berufsbezogener Selbsterfahrung
• eigene Signaturstärken erarbeiten
• Resilienzfaktoren
• Aspekte der Selbstsorge im therapeutischen Beruf

GK-Seminar 4 (3-tägig):
Fragetechniken und Skulpturarbeit
• Fragetechniken: hypothetisches und zirkuläres Fragen
• Zielrichtung von Fragen: Diagnostik, Hypothesen klären, intervenieren
• Fragen – und Skulpturen in der praktischen Umsetzung
• Geschichte, Einsatzmöglichkeiten, Indikation und Kontraindikation,
• Einführung der Skulptur in ein System

GK-Seminar 5 (2-tägig):
Das Mailänder Modell (M. Selvini u.a.)
• Arbeiten im Team
• Schizophrenietheorie der Mailänder Gruppe
• Paradoxe Interventionen, Symptomverschreibung
• Hypothesenbildung
• Umdeuten, Verschreiben von Ritualen
• Einsatz unterschiedlicher Settings

GK-Seminar 6 (2-tägig):
moderne Systemtherapie
• de Shazer: Dekonstruktivismus, White: narrative Ansätze / Externalisierung
• Tom Andersen: Das reflektierende Team
• Arbeit mit der Einwegscheibe: 2 Kammer - Modell
• von der Intervention zum Dialog
• die Ausnahme zur Regel machen
• Anliegen und Auftrag
• Kontextmarkierung der Arbeit (Beratung, Therapie, soziale Kontrolle)

GK-Seminar 7 (2-tägig):
Erkenntnistheoretische Modelle / Kybernetik II. Ordnung
u.a.

• Heinz von Foerster
• Sinnkonstruktionen, Sinngebung, Sinnorientierung (V. Frankl)
• Arbeit mit Problemsystemen und relevanten Systemen
• „Neutralität“ und „Neugierde“ in der Familientherapie
• Diagnostik mit Genogramm und Familienbrett
• Abgrenzung zu Hellinger
• Kernmerkmale sytemischer Arbeit / nicht-systemischer Arbeit

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